Käferzucht Dresden
Alles rund um die Käferzucht

Megasoma elephas elephas

Herkunft: Südamerkia (Mexiko)

Größe: 60mm - 130mm

Generationsdauer: 24 - 36 Monate (vom Ei bis zum adulten Käfer)


Zuchtrelevante Informationen:


Luftfeuchtigkeit: 60 - 80%

Lufttemperatur: 18 - 25°C

Substrattemperatur: 18 - 25°C

Aktivität: Nachtaktiv











(zum vergrößern Bild klicken)


Die Aufzucht

Eine der größten Käferarten unseres Planeten, der Megasoma elephas elephas. Wie der Name schon sagt, Megasoma = großer Körper. Und wie war, denn diese Tiere können Größen bis 130mm erreichen.  Der sogenannte Elefantenkäfer hat seine Wurzeln in Südamerika. Dort lebt er in den Baumwipfeln der höchsten Bäume. Durch die enorme Größe sind die Tiere eher träge und fliegen nicht soviel. Aber wenn es sein muss sind es reine Flugkünstler. Ein außerordentlicher Geräuschpegel wird beim Flug so eines Tieres erreicht. Sehr nahe dem Geräusch eines Hubschraubers. 


Bei mir leben bis jetzt drei Larven dieser Art. Ich halte sie in einer 65l Box gefüllt mit einer Schicht Laubwaldhumus, der am Boden etwas verpresst wurde. Darauf habe ich jede Menge weißfaule Holzstücke gelegt und den Rest der Box mit einem Gemisch aus Laubwaldhumus und weißfaulem Holz aufgefüllt. Die Tiere haben in einem Zeitraum von knapp vier Monaten etwas mehr als 40g pro Larve zugelegt. Ich habe die Tiere im Januar 2015 mit den Gewichten 45g / 46g / 51g bekommen. Bei der letzten Wiegeaktion im Mai 2015 brachten die Tiere stolze 87g / 85g / 84g auf die Waage. Was einem auch deutlich zeigt, dass es sich bei den Tieren um 3 männliche Megasoma elepahs Larven handelt. Weibchen erreichen meistens vor der Verpuppung ein Gewicht zwischen 60 und 70g. 

Nun will ich Ihnen die Tiere mal zeigen:



In dem Video werden die Tiere in neues Substrat verbracht. Es ist doch immer wieder erstaunlich so riesige Tiere in den Händen zu halten. Auch für mich war es erstmal gewöhnungsbedürftig, mit solchen Riesen zu handtieren. 

Viele Züchter halten die Larven ausschließlich in Flake soil. Hier bringen die Tiere schneller höhere Gewichte zu stande. Ich habe noch nicht den richtigen Dreh zur Herstellung von Flake soil raus. Deshalb leben die Tiere bei mir noch in Laubwaldhumus. Was ihnen aber überhaupt nicht schadet. Solange den Tieren ausreichend weißfaules Holz zur Verfügung steht, ist es gar kein Problem sie in Laubwaldhumus aufzuziehen. Man sollte immer mindestens ein Paar Larven zusammen halten. Man geht davon aus, dass sich die Larven über ihre feinen Härchen am Körper über das Substrat in Form von Stoßwellen verständingen. Dies fördert am Ende die Verpuppung aller Larven. Es ist auch gut im Video zu sehen, wie die Tiere die weißfaulen Holz Stücke zernagen. Ich werde die Tiere jetzt alle zwei Monate kontrolieren. Wenn sich die Tiere einen Kokon gebaut haben, kann es durchaus passieren, dass durch die anderen Larven dieser Kokon beschädigt wird und die Puppe dann ungeschützt im Substrat liegt. Daher ist eine regelmäßige Kontrolle ganz wichtig. Ansonsten sollte man die Tiere ganz ungestört in ihrem Substrat groß werden lassen. Wenn man sich frisch geschlüpfte L1 Larven mal anschaut, braucht man hier frühestens alle 6 Monate mal das Substrat und die Larven kontrollieren. Wie man oben ja sehen kann, braucht eine frisch geschlüpfte Larve schon mal 36 Monate bis ein Käfer draus wird. Solange die Zuchtboxen angemessen ausgestattet sind, kann man die Tiere bedenkenlos für ein halbes Jahr in Ruhe lassen. 


Zwischenzeitlich habe ich mir adulte Tiere dieser Art zu gelegt. Hier einiges zu meine Zuchtparametern:


Ich habe ein Paar (Männchen und Weibchen) in einer 22l Box gehalten. Die Box war gefüllt mit Flake soil und weißfaulen Holzstücken im Substrat. Zu Beginn habe ich das Paar in einer Brutbox belassen. Diese war ca. 8cm mit Flake soil gefüllt. Auf das Substrat habe ich Äste gelegt, damit die Tiere auch eine Chance haben zu klettern. Ich konnte eine Vepaarung feststellen und habe die Tiere nach ca. 5 Tagen in Ihre Zuchtbox umgesetzt. Auch in der Zuchtbox konnte ich immer wieder eine Verpaarung feststellen. Die Tiere haben regelmäßig (ca. alle 3 Tage) von mir ein frisches Stück Honigmelone bekommen und auch sehr gerne gefressen. Zusätzlich habe ich Beetle jelly mit in die Box gegeben. Hier ein Video der Tiere:


Das Männchen ist mittlerweile verstorben. Das Weibchen lebt noch und ich hoffe, dass sie noch ordentlich Eier gelegt hat. Ich werde die Box erst wieder kontrollieren, wenn das Weibchen verstorben ist. Man sollte die Tiere nicht ständig diesem Stress von unnötigen Kontrollen aussetzen.

Diese Art ist durch ihre Größe eine sehr imposante Käferart. Man muss aber auch bedenken, dass die Entwicklungsdauer dieser Art bis zu 3 Jahre dauern kann. Deshalb ist sie auch eher für fortgeschrittene Züchter geeignet. Gerade die Larven sollte man nicht zu oft stören. Es ist hinderlich für ihre Entwicklung. In der Käferzucht spielt Zeit und GEDULD eine große Rolle.


Bei Interesse an den Tieren, Fragen oder Anregungen, kontaktieren Sie mich einfach über mein Kontaktformular.


Viel Spass!