Käferzucht Dresden


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Laubwaldhumus

Laubwaldhumus ist die älteste Methode um Käfer zu züchten. Fast alle gängigen Arten lassen sich mit diesem Substrat züchten. Was genau ist aber Laubwaldhumus?

Bei Laubwaldhumus handelt es sich um eine Schicht stark zersetztes, altes Laub, die man unterhalb des losen Laubes im Wald finden kann. Diese Schicht ist nicht enorm dick. Man erkennt in dieser Schicht meistens Pilzmyzel das sich als weiße Fäden durch das Substrat zieht. Die Dicke der Schicht beläuft sich auf ca. 0,5 bis 1 cm. Wie man sieht nicht sehr dick. Darunter befindet sich der eigentliche Waldboden, der überwiegend aus Erde besteht. Im Laubwaldhumus sitzen sehr viele Nährstoffe, die für die Entwicklung verschiedener Larvenarten sehr wichtig sind. Im Waldboden selber fehlen diese Nährstoffe, daher sollte man nur die Schicht des Laubwaldhumus zur Zucht verwenden. Hier noch eine wichtige Anmerkung: Es ist nicht gestattet, Laubwaldhumus einfach aus dem Wald zu sammeln. Hier ist es wichtig, dass man sich eine Genehmigung bei zuständigen Forstamt, Förster oder Pächter einholt. Denn jedes Absammeln dieser Schicht zerstört natürlich den Lebensraum der ansässigen Tierwelt.

Sobald man die nötige Menge an Laubwaldhumus gesammelt hat, sollte man das Substrat nicht gleich an die Larven verfüttern. In dieser Schicht sitzen meist sehr viele ungewollte "Gäste" (Bakterien, Asseln, Würmer etc.). Daher sollte man das Substrat vor der Nutzung für ein bis zwei Tage in den Tiefkühler legen. Das sollte alle ungebetenen Gäste abtöten. Wenn man möchte, kann man das Substrat nochmal durch einen Hecksler geben um es etwas feiner zu machen. Weiterhin sollte auf den richtigen Feuchtigkeitsgrad geachtet werden, den die Larven benötigen, dies variiert von Art zu Art.